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Was das Trio Apollon zu bieten hatte, sorgte nicht nur einmal für jubelnden Applaus. Es war ein fulminanter Abend, geprägt von höchster Musikalität, perfektem Zusammenspiel und auch dem Eindruck, seien die Tempi auch noch so virtuos, technische Probleme gibt es nicht....

Trierer Volksfreund 10/'08


Was kann über ein Konzert Lobenderes gesagt werden, als daß es viel zu schnell vorbeiging? Fast 2 Stunden lang schwelgten die rund 200 Zuhörer im Steinernen Saal des Residenzschlosses zwischen Italiensehnsucht und Belcanto mit volksmusikalischen Anklängen vom Feinsten. Doch wollte das Publikum das Trio Apollon und Iris Vermillion schier nicht gehen lassen.

WLZ Frankenberger Zeitung 08/'08


In wunderbarer Harmonie

Siegburg - "Kennst du das Land, wo die Zitronen blüh'n?" Diese Worte Goethes ließen sich dem hochkarätigen Konzert der "Resonanzen"-Reihe im Stadtmuseum als Motto voranstellen. Mit sehnsüchtigen Melodienlinien und ausgewählten musikalischen Werken, die allesamt mit Italien, dem Land der blühenden Zitronen, in Verbindung standen, verzauberten Annette Dasch und das "Trio Apollon".

Eröffnet wurde das Konzert mit Michail Glinkas Trio "Pathétique". Das "Trio Apollon", das sich aus Solisten der Berliner Staatsoper zusammensetzt, begeisterte mit seiner - wie Robert Schumann gesagt hätte - "höchst romantischen Zusammenstellung der Instrumente" (Klarinette, Viola und Klavier). Mit homogener Ausgeglichenheit der Stimmen, perfekt aufeinander abgestimmter dynamisch-melodischer Gestaltung und sichtlicher Spielfreude musizierten Matthias Glander (Klarinette), Felix Schwartz (Viola) und Wolfgang Kühnl (Klavier) das Trio des Russen. Die Soli des ariosen Largo wechselten zwischen den Instrumenten in fast unmerklicher Weise, so sehr glichen die Musiker ihre instrumentalen Klänge einander an. Sehnsüchtig-pathetische Klänge, die Glinka 1832 auf seiner Italienreise komponierte, erfüllten den Saal und wurden durch die Interpretation des Trios für die Zuhörer fassbar.

Nahtlos schloss sich daran Annette Daschs Vortrag von drei verschiedenen Vertonungen des Mingon-Liedes "Kennst Du das Land ..." an. Mit Leichtigkeit setzte Dasch selbst höchste Töne im Pianissimo an. Mit scheinbar unendlichem Atem gestaltete sie die weit gespannten Melodiebögen Schuberts, Schumanns und Wolfs. Dem schmerzvollen Sehnen Mingons verlieh Dasch in ihrer Interpretation Ausdruck. So fanden die Affekte, welche die Musik vermittelte, ihren unmittelbaren, emotionalen Ausdruck im Gesang. Kühnls Klavierbegleitung zeigte sich als musikalischer Partner der Stimme. Ob dialogisch oder begleitend - Kühnl glänzte mit technischer und musikalischer Perfektion.

Glander und Schwartz konnten ihre Virtuosität bei Verdis "Rigoletto"- Phantasie für Klarinette und Paganinis Sonate für Viola beweisen. Wie wunderbar Daschs Stimme mit dem Bassetthorn Glanders harmonierte, zeigte sich beim Vortrag von Mozarts Arie "Non più di Fiori".

Im Anschluss an vier Lieder aus Hugo Wolfs "Italienischem Liederbuch", welche das Konzert beschlossen, feierte das Publikum die Künstler mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen.

Janine Christgen - Köllner Stadt Anzeiger 8.4.2008


...die Umsetzung des Trio "pathetique" von Michael Glinka durch das Trio Apollon war atemberaubend - durchgängig höchste technische Anforderungen wurden hier an alle Instrumente gestellt und dabei in vollendetem Trio klang gemeistert. Eine bessere Eröffnung hätte es nicht geben können...

Märkische Allgemeine 12/'07


... da kitzelten sie feinste Tongebungen aus ihren Instrumenten und die Virtuosität kam nicht zu kurz.

Potsdamer Neueste Nachrichten 12/'07


... dabei beeindruckte die geschmeidige Beherrschung, die technische Virtuosität und der daraus resultierende Hauch von Leichtigkeit. Das Trio zeigte, was Kammermusik wirklich heißt, was es bedeutet, eine intime Klangsphäre entstehen zu lassen, sei's im gemeinsamen Spiel, im Wettstreit der Instrumente oder bei eingeflochtenen Soli. Immer regierte eine geschmackvolle Noblesse, betont leger vorgetragen, nie zu pathetisch, immer in einer frischen Balance überzeugender Emotionen....

Aalener Nachrichten 03/'07


Die Musiker schaffen es, den Draht zu den großen Komponisten herzustellen und man beginnt, die herrlichen Legato-Linien aus der inspiriert gespielten Klarinette Glanders zu lieben, die schwere Last der Melancholie aus den perlenden Akkord-Arpeggien des Klaviers und die betörende Schönheit des großen Bratschen-Klangs... Auch bei den anschließenden Exzerpten aus Max Bruchs Opus 83 vermischen sich die Klangstränge der beiden Melodieinstrumente. Kaum differenziert hörbar, völlig ineinander verschmolzen sind die Unisono-Motive. Das östliche Nationalkolorit in der "Rumänischen Melodie" Bruchs schafft die Verbindung zu Enescu und das folgende "Gassenhauer"-Trio von Beethoven schließlich die zu Mozart. Die als lang anhaltend erklatschte Zugabe erklingende "Pavane" Ravels vereint den vollendeten kammermusikalischen Strom, den das Trio Apollon sein eigen nennen kann.

Schwäbische Post 03/'07


Ich war eine Wolke
Musik von Kurtág und Françaix mit dem Trio Apollon

Zu Mozart drängt, an Mozart hängt fast alles. Einige Gattungen hat er an die Grenze der Vollendung geführt, diese eine hier tatsächlich erfunden: das Trio für Klarinette, Viola und Klavier. Dank der Verwandschaft der mittleren Register ergibt sich eine raffiniert traumdunkel abgetönte Kombination, zugleich, weil beide Melodieinstrumente auch sopranhoch hinaufsteigen und ihre Farben dabei entschieden verändern, ein ideales Experimentierfeld, dem das Klavier quasi alle Lagen und den intellektuellen Durchblick hinzufügt.

Diese musikalische Dreifaltigkeit trat erstmals in Erscheinung 1786 im "Kegelstatt-Trio" Es-Dur, wobei Mozart sich selbst die Bratsche zuwies, seinem Freund Anton Stadler den Klarinettenpart und seiner sehr geschätzten Schülerin Franziska Jacquin den des Klaviers. Danach wurde diese Freundschaftsbesetzung selten benutzt und wenn, in retrospektivem Rückbezug indirekt auf Mozart oder direkt auf weitere verblichene Kollegen, ja, fast könnte man denken, diese spezielle Form sei eine Art Kettenbrief, den nur ganz besondere Menschen bekommen. Zuerst griff Robert Schumann die Idee auf in seinen rhapsodischen "Märchenerzählungen". Nicht als letzter lieferte György Kurtág dann mit "Hommage à R.Sch." 1975 ein Halbdutzend kurzer Stücke für Klarinette, Bratsche und Klavier, mit literaturinspirierten Titeln wie "Ich war eine Wolke, jetzt scheint die Sonne". Diese Kurtágschen Charakterstücke stellt nun das Trio Apollon an die vierte Stelle seines dritten, erstmals bei Warner verlegten Albums.

Es handelt sich um eine auffallend seelenvolle Interpretation, dem alten Ideal nacheifernd, wonach Melodieinstrumente sich der Menschenstimme anzuverwandeln haben. Damit einher gehen ein delikater Umgang mit der Dynamik, höchste Sorgfalt in Artikulation und Phrasierung, ein tiefes Verständnis für den literarischen Subtext des Werks und vor allem ein symbiotisches Einvernehmen der Musiker, ein Wärmestrom, den man geradezu körperlich erfährt. Diese vollendet gerundete, kammermusikalische Qualität ist auch im frech verswingten Trio bemerkbar, das Jean Françaix zum dreihundertsten Geburtstag der Klarinette komponierte, und in den motorisch-idyllischen "Wasserspielen", welche Siegfried Matthus dem Trio Apollon vor vier Jahren widmete.

Woher die drei ihren Namen haben? Kein kunstolympischer Ehrgeiz war mit im Spiel, nur schlicht die Auftrittsadresse des Gründungskonzerts anno 1990: der Apollosaal der Berliner Staatsoper unter den Linden. Bratschist Felix Schwartz und Klarinettist Matthias Glander sind schon seit Jahren Orchestergenossen in Barenboims Staatskapelle, der Dritte im Bunde, Wolfgang Kühnl, ist ein vielgesuchter Liedbegleiter. Man hofft nach dem hervorragenden Eindruck dieses Albums, daß das Trio Apollon sich erweitern und ausschweifen wird über das begrenzte Repertoire hinaus, das diese Besetzung nun mal mit sich bringt. Am Ende des letzten, längsten und mahlerisch inspirierten Kurtág-Stücks legt der Klarinettist sein Instrument beiseite und haut in den verzitternden Hall hinein einmal zart auf die große Trommel. Womit der Gattung ein Endpunkt gesetzt ist: Schlag aufs Herz, ich bin Gevatter Tod.

Jean Françaix, Trio; George Enescu, Konzertstück für Viola und Klavier; Francis Poulenc, Sonata für Klarinette und Klavier; György Kurtág, Hommage à R.Sch. op. 15d; Siegfried Matthus, Wasserspiele. Trio Apollon. Warner 2564 62513

Elenore Büning- Frankfurter Allgemeine 24.12.2005


"Beschwingt und klangschön widmet sich das Trio Apollon der burlesken, kristallklaren Sprache von Francaix."

Ensemble - CD-Besprechung: Enescu, Poulenc, Françaix, Kurtág, Matthus


"Das Trio Apollon interpretierte es [Trio Pathétique von Michail Glinka] melodiös und temperamentvoll, virtuos und transparent, wobei das ariose Largo mit seinen sensiblen Soli ebenso faszinierte wie der grandiose Finalsatz."

PZ - Festival


"...technisch und musikalisch exzellente Wiedergabe.."

Die Glocke -SOR Meisterkonzerte


"Subtil gestalten sie die Übergänge, gingen aufeinander ein und ließen die Mozartsche Heiterkeit differenziert erklingen..."

Westdeutsche Zeitung


„In diesem Trio [...] verbünden sich Bratsche und Klarinette „gegen“ das Klavier. Wie hinter vorgehaltener Hand führten sie ihr „Gespräch“ – bemüht darum, den Klang ihrer Instrumente einander möglichst zum Verwechseln anzunähern. Der Rest war Lauschen und Staunen. [...]

Berliner Morgenpost


"Von der technischen Perfektion der drei Künstler muss nicht gesprochen werden, sie gehörte zu den Selbstverständlichkeiten dieses Abends. Aber wie auf dieser Basis wahrhafte Musik gemacht wurde, das verdient jede Bewunderung. […] feine Sensibilität…klangliche und rhythmische Balance…souveräne Gestaltung…virtuos und klansensibel…musikantisches Gespür."

Westfalenpost


"Durch ihre überzeugende Interpretation, ihr offensichtliches Aufgehen in ihrer Musik, gelang es ihnen mühelos, die jeweilige Stimmung eines Stückes auf ihr Publikum zu übertragen." "...exakt und gefühlvoll zugleich gespielt..."

Alsfelder Allgemeine


"Vom ruhigen Andante übers aufgeregte Agitato zum lichten, frischen Abschluss: die Künstler von der Spree boten eine organische Interpretation - ausdrucksfreudig und mit farbiger Nuancengebung zwischen Turbulenz und Stille. ...Romantik pur ließ Kopf und Nackenhaare kräuseln."

Rheinische Post


... Das Ensemble erweckte Schumanns Gedankenwelt zum Leben... Die Musiker tauchten gefühlvoll in die lyrischen Sphären der "Märchenerzählungen".

Berliner Morgenpost


...Der Pianist W. Kühnl gab in angebrachter Zurückhaltung, dabei in Klangkultur und Technik keine Wünsche offenlassend, den Solisten allen erforderlichen Freiraum... Matthias Glander verstand es, die verschiedenen Klangregister der Klarinette nuanciert auszuloten... Felix Schwartz spielte mit samtenem Bratschenklang, aber auch voll musikalischem Schwung... Große Ernsthaftigkeit, Konzentration und Verinnerlichung führten zu einer ergreifenden Interpretation von Johannes Brahms' Trio op. 40.

Zwickauer Tageblatt


...Diese Besetzung hat große Zukunft...

Freie Presse Zwickau


... Trio Apollon ließ Schauer über den Rücken jagen... Michael Glinkas "Trio pathetique" legten sie nicht zu pathetisch an, fanden eine gute Balance zwischen heftigen Emotionen und geschmackvoller Noblesse.

Berliner Morgenpost


... zeigten die drei Künstler ihre große Ausdrucksfähgigkeit: mit viel Schwung und Energie spielten sich Matthias Glander, Felix Schwartz und Wolfgang Kühnl endgültig in die Herzen der Zuhörer... Exakt und gefühlvoll zugleich gespielt war es ein Leichtes, sich ganz den Klängen dieser herrlichen Kompositionen hinzugeben...

Ahlsfelder Allgemeine


Überschäumende Freude am Spiel
Das Berliner "Trio Apollon" brillierte in Düren

... Dann noch vorgetragen mit einer überschäumenden Spielfreude und herausragenden Könnerschaft, wie sie das Apollon Trio [bei Mozarts "Kegelstatt-Trio"] bot, wünschte wohl mancher Zuhörer, diese Töne mögen nie ausklingen.

Dürener Zeitung 18.3.2002


Göttliches von exotischem Trio
Trio Apollon beschließt die Reihe der Rathauskonzerte

Die spieltechnischen Leistungen waren vorzüglich. Glanders virtuose, mal freche mal wie in einem Adagio-Traum schwebende Klarinette lieferte sich mit Schwartzens Viola viele allerliebste Klanggefechte. Im Verein mit Kühnls Klavier schwelgte das Blasinstrument vor allem beim Mozart-Trio in vollkommener K. und K.-Harmonie, während die Viola dort als zornige Quertreiberin in Aktion trat. Kühnls Pianospiel begeisterte besonders beim Beethoven-Trio...

Zusätzlich überraschte Matthias Glander die Zuhörer mit aufschlussreichen Bemerkungen zur Entstehungsgeschichte der Werke...

Ebenso bemerkenswert an diesem kammermusikalischen Gastspiel war die Tatsache, dass, mit Ausnahme des Mozart-Trios, sämtliche Werke des Abends Fassungen der Apollonier sind.

Als Zugabe boten die drei Musiker die ensemble-eigene Version einer Pavane von Maurice Ravel. Sie dürfte dem Musengott, hoch droben im Olymp, ebenso gut gefallen haben wie das gesamte Konzert. Großer Beifall im wie immer voll besetzten Rathaussaal.

Michael Langjahr - Fellbacher Zeitung 19.3.2002


Trio Apollon auf der Burg
Rosamunde kommt zum Nachtisch

... Alle Ehre gemacht hatten die Kammermusiker ihrem Namensgeber, dem griechischen Gott der Musen. Es war ein Konzertabend für Genießer. Als Nachtisch gab's ein Stück aus Schuberts Ballett "Rosamunde". Romantik pur ließ noch einmal Kopf- und Nackenhaare kräuseln.

Rheinische Post 9.8.1999


Warme Tongebung
Burgserenade mit Mozart, Schubert und Glinka

Lange noch klang die beglückende Melodie aus Schuberts "Rosamunde" nach, das Trio Apollon intonierte sie mit Wärme und innerer Intensität. Und so war dies auch eine Fortsetzung der Musizierweise der drei Musiker, die bereits mit den ersten Tönen des "Kegelstatt-Trios" von W. A. Mozart spürbar wurde...

Subtil gestalteten sie die Übergänge, gingen aufeinander ein und ließen die Mozartsche Heiterkeit dynamisch differenziert erklingen. Dabei war die Klangkombination von Klarinette und der tieferen Bratsche von besonderem Reiz.

Leidenschaftlich intensiv wurde es dann bei dem "Trio pathétique" des russischen Komponisten Michail I. Glinka... Die drei Künstler folgten ihm in einem immer aufeinander bezogenen Spiel, Klarinette und Viola glänzten in einzelnen solistischen Passagen durch warme Tongebung und kosteten die Vielfalt der Komposition intensiv aus.

Auch nach der Pause blieb man bei der Romantik. Max Bruch komponierte die Sammlung von Miniaturen im Jahr 1909... Aus dieser erklangen vier unterschiedliche Stücke, lebendig, mit ausgekosteten Steigerungen zum Forte und subtil im Miteinander des Pianos...

Westdeutsche Zeitung 9.8.1999